DSL in Österreich
Die DSL Nuztung in Österreich ist komplett unterschiedlich zu der in Deutschland. Denn generell sind die Kosten in unserem Nachbarland sehr hoch, insbesondere was DSL angeht. Wirkliche Flatrates, wie wir sie hierzulande kennen, gibt es in Österreich nicht. Die Internetanbieter arbeiten entweder mit einem Volumen- oder einem Zeittarif. Das heißt, für einen bestimmten Betrag monatlich erhalten die Verbraucher die Möglichkeit, ein bestimmtes Volumen herunter zu laden oder eine bestimmte Zeit im Netz zu bleiben. Werden diese Kontingente bei den vermeintlichen Flats, die unter dem Pseudonym „Fair Use“ gehandelt werden, überschritten, besteht sogar die Möglichkeit, dass der Internetanbieter den eigenen Zugang sperrt.
Dazu kommt noch, dass DSL in Österreich noch lange nicht so weit verbreitet ist, wie es hierzulande der Fall ist. Die häufigste Einwahl-Methode ins Netz ist nach wie vor das 56k-Modem, das deutschen Ansprüchen schon seit Jahren nicht mehr gerecht wird. Die Preise für DSL liegen in Österreich ebenfalls sehr hoch. So gibt es viele Angebote, die mit einem Grundpreis ab fünf Euro pro Monat beginnen, allerdings wird für jede Stunde, die im Internet verbracht wird, ein weiterer Euro berechnet.
Extrem wird das Ganze beim Grundpreis von etwa zehn Euro, in dem drei GiB enthalten sind. Für jedes weitere GiB werden dann aber mehr als 100 Euro berechnet. Viele Menschen, die beruflich gezwungen sind, nach Österreich zu gehen, verzichten dort lieber auf einen DSL Anschluss. Die DSL Anbieter müssen sich zudem an gewisse gesetzliche Regelungen halten. Dadurch wird jeglicher Konkurrenzkampf, wie wir ihn in Deutschland kennen, von vornherein ausgeschlossen. Dass da selbst der größte Vergleich nur wenig Sinn macht, dürfte klar sein.
Wer in Österreich also DSL beantragen will, muss gründlich prüfen, ob sich das auch lohnt bzw. welchen Preis er bereit ist, dafür zu zahlen. Ebenso muss genau errechnet werden, welche Tarife in Frage kommen, wie lange das Internet also genutzt wird. Die DSL Anbieter bieten zwar verschiedene Tarife, doch überhöhte Preise sind hier gang und gäbe.